06.09.2019

Schuld - Performance nach Interviews mit Gewaltverbrechern

Es gibt kein Leben ohne Schuld. Irgendwie macht sich jeder schuldig. Sei es aus Ignoranz, aus Überforderung oder durch bewusstes Fehlverhalten. Aber was passiert, wenn die Schuld zu schwer wiegt, wenn „Mord und Totschlag“ Realität werden? Wenn sexuelle Nötigung ein Tatbestand ist? Wenn man als Gewaltverbrecher verurteilt wird?
In „Schuld“ lässt Regisseurin Lea Aderjan Menschen zu Wort kommen, die Dinge getan haben, für die es keine Entschuldigung mehr zu geben scheint.

Aus Interviews mit Sexual- und Gewaltstraftätern in der JVA Ludwigshafen ist ein empfindsamer Monolog entstanden, der sich mit Schicksalen, Motiven und Taten auseinander setzt und nach dem Umgang mit der Schuld fragt.
Performt von einer jungen Frau, lässt die Inszenierung Grenzen der Individuen verschwimmen und schafft einen filigranen Raum der Annäherung zwischen den entfernten Lebenswelten: Unschuld und Verbrechen.

 

Ort: Kulturzentrum dasHaus | Keller

Datum: