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So, 05.11.06 Sonntag, 5. November 2006
Wortwitz, hohe sprachliche Eleganz und die Kunst der Abschweifung.
Max Goldts Lesungen sind anders. Säle mit mehreren hundert Plätzen sind Wochen im voraus ausverkauft, geboten wird ein abendfüllendes Programm mit Pause und Zugaben, das meist jugendliche Publikum geht von Anfang an begeistert mit und lacht sogar wesentlich öfter, als der Text es nahelegen würde.' Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung
Über die Dusch- oder Bade-Angelegenheit hinaus, die überall in Seminaren und Betrieben radikal und kompromißlos diskutiert werden sollte, möchte ich jetzt noch eine Frage aufwerfen, die manchen Leser eventuell erschüttern wird, aber eine ebenso freimütige Erörterung verdient, nämlich: 'Ist es weibisch oder unstatthaft, wenn ein Mann im Sitzen uriniert?'. Ich meine: Nein. Sitzen ist in dreierlei hinsicht praktischer: Erstens erreicht auf diese Weise die abzusondernde Flüssigkeit vollständig die Kanalisation. Zweitens hat man während des Sitzens die feine Gelegenheit zu grübeln, zu träumen u.ä. und drittens, wenn man schon mal sitzt, kommt ja vielleicht hinten auch noch was raus.
Ja, es ist wahr: In Brunsbüttel kann man enorm gut parken. Es ist schon ungerecht. In Berlin gibt es die nettesten Lokale und Geschäfte, aber nirgendwo ist ein Parkplatz. Die Parkplätze sind ausgerechnet in Brunsbüttel, wo es überhaupt keine netten Lokale und Geschäfte gibt. Da hat Gott gepennt und die Regierungen schlafen natürlich auch. Nur ich penne nicht. Mit wachen Augen registriere ich Veränderungen in meiner Umwelt, registriere alles, Lobens- wie Beklagenswertes. Lobenswert ist, daß bei Hertie Turmstraße das Toilettenpapier jetzt endlich nicht mehr in der Schreibwarenabteilung, sondern in der Lebensmittelabteilung erhältlich ist.
Saal
Lesung
bestuhlt
VVK 8€ AK 10€
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